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  Archäologischer Park Altmühltal  
     
 

Behörden informieren sich vor Ort: Stephan Koller, Berufliches Bildungswerk Nürnberg (3.v.l.); stellvertretende Landrätin Carolin Braun (4.v.l.), Bürgermeister Franz Stephan (6.v.l.), Maria Auhuber, ARGE Arbeitsamt-Landkreis Neumarkt (9.v.l.); und Altbürgermeister Rupert Faltermeier (10.v.l.)

Sabrina von den Cernunnos beim Brettchenweben

Christa Gabera vom Verein für Frühgeschichte Neu-Anspach hat sich auf Kulinarisches spezialisiert

Ein Annäherungsversuch: Der Budokan-Kampfkunstverein Dietfurt demonstriert jahrhundertealte Kampftechniken mit Lanzen

Milde und gütig lächelnd blickte der hölzerne Sonnen- und Schlangengott herab auf ein buntes Volk von keltischen Handwerkern, Kriegern, Küchenleuten, Reiterinnen, auf einen illustren Kreis mit Damen und Herrn Bürgermeister, Landrätin, Behördenvertreter und auf die vielen neugierigen Besucher.

Alle waren gekommen zum Tag der offenen Tür am bronzezeitlichen Langhaus der Alcmona, Förderverein für ein vorgeschichtliches Erlebnisdorf in Dietfurt.

 

Das rekonstruierte Herrenhaus ist auch Ausgangspunkt des Archäologieparks des Landkreises Kelheim. Vorsitzender Horst Meier nannte einige imposante Zahlen: Ungefähr 18 000 Arbeitsstunden wurden geleistet, davon 10 000 von Leuten des Berufsförderungswerkes Nürnberg, Außenstelle Neumarkt, jede Menge Festmeter Holz wurde verarbeitet, an die 9 000 Schindeln für das Dach und an die 18 000 Holznägel, die das Gebälk und die Eindeckung zusammenhalten.

Bürgermeister Franz Stephan versprach, das Projekt weiterhin aktiv zu begleiten und stellvertretende Landrätin Carolin Braun lobte diese touristische Attraktion und wünscht mehr davon im Landkreis Neumarkt.

Archäologe Friedrich Lor�rläuterte das das Gebäude, für das im Unterschied zu anderen Rekonstruktionen kein Beton oder Eisennägel verwendet wurde. 

Die Cernunnos oder die Keltika, mit einfachen und auch farbenprächtigen Gewändern bekleidet, kümmerten sich nicht um kluge Reden, sondern gingen ganz ruhig und gelassen ihrem Tagwerk nach.

Die Krieger schossen zielsicher mit Pfeil und Bogen und an einer kleinen Esse mit Blasebalg, dessen Luft die Holzkohle zum Glühen brachte, experimentierte ein Handwerker mit Glas und Metall und fabrizierte Schmuck und Perlen. Flötenspiel und dunkle Töne aus einem Kuhhorn erklangen zwischendurch, was die herumstreunenden Hunde nicht sonderlich anmachte.

 

Blau und rote gemusterte Bänder flocht eine schmuck gewandete Keltenfrau an ihrem Brettchenwebstock, in Prachtharnisch und Bewaffnung marschierte der �Salzherr aus Hallstatt� durch das Lager, begleitet von seiner hübschen edlen Dame.

Verpflegt wurden alle von der keltischen Küche, die u. a. Salbeiwürste, Feigensenf, Athenesalat mit viel Schafskäse, Dinkelgebäck, Holundersaft und Met anbot.

Alle Besucher konnten alle diese leckeren Köstlichkeiten probieren oder halt die bekannten Steaks und den Kaffee samt Kuchen.

 

Mächtig staunten Kelten und Besucher auf eine fernöstliche Truppe, die perfekt Waffentechniken mit Lanzen und Stöcken zeigten. Es war eine Gruppe des Budokanvereins, die am Langhaus eine Trainingseinheit absolvierte. Nach dem langen und anstrengenden Tag legten sich die Cernunnos und Keltika auf dem Dachboden des Langhauses auf ihre weichen Felle, schliefen und träumten und über allen wachte der milde und gütig lächelnde gefiederte Sonnengott.

 
     
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