Auf ein arbeitsintensives Jahr 2007 kann die ALCMONA, Förderverein für ein vorgeschichtliches Erlebnisdorf, zurückblicken, wie aus dem Bericht des Vorsitzenden Horst Meier deutlich wurde. In den ersten Monaten wurde die Produktion von Holzschindeln für das Dach fortgesetzt und mit dem Einbau der Zwischendecke begonnen. Im April musste das Langstroh, das die ALCMONA vor zwei Jahren nach einem Erntetag wie zu Großvaters Zeiten in der Scheune von Anton Graf eingelagert hatte, entsorgt werden. Ratten und Mäuse hatten sich an den Körnen gütlich getan und die kleinen Nager versuchten sich auch am Gebälk. Für den Archäologiepark Altmühltal des Landkreises Kelheim fertigte der Arbeitstrupp ebenfalls Holzschindeln. Horst Meier stellte fest, dass es ohne den Einsatz der Ein-Euro-Jobber nicht möglich gewesen wäre, mit dem Bau so gut voranzukommen. Trotz allerlei Probleme und hoher Fluktuation blieben einige Leute übrig, die sich mit der Sache identifizierten und gute Leistungen erbrächten. Im Juli bauten Zimmerermeister Friedrich Pöppl und seine Helfer mit viel handwerklichem Können die Stiege ins Obergeschoss. Weiter wurden die Wände innen und außen gekalkt und die Hölzer mit Ochsenblut gestrichen. Friedrich Loré fertigte mit Betreuten der Regens-Wagner-Stiftung Lauterhofen auf einer Lage halbierter Hölzer einen Lehmofen. Außerdem zimmerte Lorés Grabungsteam Tore und Türen für das Langhaus. Im Spätsommer wurden an den Giebelseiten die Lehmarbeiten aufgenommen, Mitte Oktober war die Dacheindeckung abgeschlossen und das Gerüst konnte rechtzeitig zum Helferfest abgebaut werden. Der Arbeitstrupp schreinerte im Herbst einen großen Tisch, Bänke und Hocker, außerdem schnitzten sie Holzgeschirr. Seit November betätigte sich ein weiterer Trupp auf der Baustelle und erledigte die verschiedensten Arbeiten. Die Arbeiter schickte das Berufsförderungswerk Nürnberg auf Vermittlung der ARGE Neumarkt. Begleitet und betreut werden sie von einer fest angestellten Person, womit ein geregelter Arbeitsablauf gewährleistet ist. Inzwischen hat dieser Bautrupp die Fundamente für einen Geräteschuppen betoniert. An die 6456 Arbeitsstunden wurden geleistet, 300 davon durch Vereinsmitglieder. Etwa 22 Firmen, Institutionen oder Einrichtungen unterstützten mit Spenden oder Sachleistungen den Bau des Langhauses, was Meier lobend hervorhob. Nach dem umfangreichen Tätigkeitsbericht, veranschaulicht durch eine Bildpräsentation von Johann Grad, legte Judith Meier den Kassenbericht mit einem positiven Ergebnis vor. Die Finanzen waren von Oliver Kuhn und Markus Habble geprüft und für vorbildlich geführt befunden worden.
Als Ziele für heuer nannte Horst Meier die Fertigstellung des Langhauses, damit es ab 2009 bespielbar ist. Dazu gehören u. a. der Einbau eines Holzkamins, Estrich im Erd- und Obergeschoss und weitere Einrichtungsgegenstände. Ein Knüppelzaun könnte das Areal umzäunen, Platz ist auch für einen Gewürz- und Kräutergarten. Ein Rennofen zur Gewinnung von Eisen und ein Grubenhaus mit einem Gewichtswebstuhl würden die Ausstattung vervollständigen. Auch sollte die Schleuse 14 renoviert werden und Sanitäranlagen, Küche, Wohn- und Schlafraum eingerichtet werden. Bürgermeister Franz Stephan dankte Horst Meier für sein außerordentliches Engagement für den Verein. Auch er ist dafür, das Schleusenhaus zu renovieren und der ALCMONA zur Verfügung zu stellen. In der Aussprache bemerkte Friedrich Loré kritisch an, dass andere Projekte mit miserablen Rekonstruktionen erhebliche Mittel bekommen, während es für die ALCMONA nichts gibt. Wenn am 18./19. Juli der Archäologiepark Altmühltal eröffnet wird, will der Verein präsent sein und für Sonntag, den 9. August, ist am Langhaus ein Vereinsfest vorgesehen.

Zimmerermeister Friedrich Pöppl, hier mit Vereinsvorsitzendem Horst Meier, baute eine handwerklich perfekte Stiege ein. |