Hüttenweihnacht am bronzezeitlichen Langhaus









Über das ganze Gesicht strahlte der gefiederte hölzerne Sonnengott am großen Giebel des rekonstruierten bronzezeitlichen Langhauses, als er die vielen großen und kleinen Besucher zur Hüttenweihnacht der Alcmona strömen sah. In den Hütten herrschte bald Hochbetrieb. Glühwein wurde in großen Kochtöpfen heiß gemacht, Tee und Kinderpunsch hergerichtet und Würstl und Steaks brutzelten auf dem Grill. Kuschelige Felle und andere Sachen aus flauschiger Schafwolle waren ausgelegt und feine Töpferwaren und andere Kunstwerke sorgfältig drapiert. Nach Einbruch der Dunkelheit kamen die Buben und Mädchen der Kindergärten Dietfurt und Töging mit ihren bunten Laternen zum Haus. Dort musizierten kleine Flötenspieler unter Leitung von Elke Meiser bekannte Winterlieder und dann sangen alle anderen Kleinen aus vollen Herzen und voller Kehle und Elke Meiser begleitete sie ebenfalls auf der Gitarre. Dann stemmte man sich mit einer Tasse heißem Glühwein gegen den schnöden Regen und leckere Würstlsemmel vertrieben den ersten Hunger. Um das Lagerfeuer versammelte sich Groß und klein und buk über rot glühenden Kohlen Stockbrot, das köstlich schmeckte. Teig und Stock kannte man im Haus bei Anna und Veronika erwerben und �die Geschäfte gingen gut�, wie die Mädchen stolz berichteten. In der �guten Stube� setzten sich viele Kinder an einen großen Tisch und schnitten und klebten mit Laura bunte Bastelsachen. Kunstvolle geschriebene Namen und Wünsche zauberte Kalligraph Werner Maier mit Tinte und Feder auf schönes Papier. Wer wollte konnte wie Anna das �Schönschreiben� ausprobieren und durfte sein Blatt mitnehmen. Unter der massiven Holzstiege saß der Dürr Sepp und flocht unermüdlich mit sicherer Hand und langen Weidenruten einen Korb, fertige Ware konnte man bestaunen und erwerben. Karl Donauer, Melchior Werner und Xaver Grünbeck spielten auf Ziach� und Mundharmonika Weihnachtslieder und andere bairische Weisen. Besonders die Kleinen hatten große Freude beim Kripperlschaun und erkannten gleich die heilige Familie im Stall, den Engel und Hirten und Schafe. Josef Mühlbauer hatte vier Krippen ausgestellt und besonders Gefallen fand der aus einer knorrigen Wurzel gefertigte Stall. Zumindest im Modell war das geplante vorgeschichtliche Erlebnisdorf zu sehen und manch Kleiner sah in den putzigen Häuschen ein willkommenes Spielzeug. Viele stiegen die massive Treppe hoch und schauten vom �Balkon� aus hinunter und genossen einen Blick auf das Treiben am Lagerfeuer und an den Hütten. Auf der �Ofenbank� ließen sich auch manche nieder, lauschten der Musik, ratschten oder genossen leckere Waffeln. Die Dietfurter Ministranten stellten das leckere Gepäck her und es gelang ihnen vorzüglich. Dass sie mit Stadtpfarrer Schlechtas professioneller Teigmaschinerie hantieren durften, freute die �Lausbuben Gottes� besonders. Beim Rundgang konnte man am Kunstladen von Karin Harrer etwas erwerben, am Stand des Kindergartens warteten große Holzsterne auf Käufer oder man labte sich weiter an Stockbrot, Steaks und Semmeln. Mit der Zeit wurde der Regen heftiger und die Besucher machten sich wieder auf den etwas finsteren Heimweg. Oben auf dem Giebel des Langhauses jedoch lächelte der hölzerne gefiederte Sonnengott und freute sich mit den Verantwortlichen der Alcmona über die gelungene erste Hüttenweihnacht. |