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  örtliche Befunde  
     
 

1144
Erste urkundliche Erwähnung der Stadt "in ecclesia, quae dicitur Deit(v)uorten".

1304, 8. September
Im Testament des letzten Grafen von Hirschberg, Gebhard VII. wird Dietfurt als
Markt bezeichnet. Das Testament ist in Mühlbach abgefasst. "Actum et datum aput villam dictam Mv(e)lbach, iuxtam oppidum nostrum Ditfu(e)rte anno ...".
 "Geschehen und gegeben im Dorf Mühlbach bei unserer Stadt Dietfurt im Jahr".

1305, 19. Oktober
Dietfurt kommt nach dem Tode des letzten Grafen von Hirschberg im Vergleich zu Gaimersheim an das Herzogtum Bayern.

1325
Dietfurt hat bereits ein eigenes Richteramt.

1330
Der Markt Dietfurt führt das erste Siegel ein. Es hat eine vierfach aufgeblätterte Rose mit der Umschrift "Signum Civium in Dietfurth".

1341
Kaiser Ludwig der Bayer bestätigt die Reichs- und Steuerprivilegien des Marktes Dietfurt.

1351
Herzog Stephan verleiht dem Markt Dietfurt das Recht, Brückenzoll einzuheben.

1352
Dietfurt kommt mit dem umliegenden Gebiet bei der Teilung der Niederbayerischen Lande an Herzog Albrecht I. von Bayern-Straubing.

1371
Stiftung der Frühmesse BMV in Dietfurt. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es im Ort keinen eigenen Geistlichen. Der Name des Frühmessers ist unbekannt. Alle pfarrlichen Funktionen bleiben weiterhin dem Pfarrer in Kottingwörth vorbehalten.

1408
Um 1408 wurde wahrscheinlich die Kirche St. Gilgen, die heutige Pfarrkirche, im gotischen Stil neu erbaut.

1416
Von diesem Jahr an wird Dietfurt in allen Urkunden als Stadt bezeichnet. Eine Urkunde zur Stadterhebung existiert nicht.

1429
Im Teilungsvertrag kamen Dietfurt mit Hainsberg und das erst 1410 durch Bayern erworbene Wildenstein an die Herzoge Ernst und Wilhelm von Bayern-München.

   Älteste Ansicht Dietfurts, um 1590

1437
Das Benefizium "St. Salvator extra muros" wird mit der Kirche erstmals urkundlich erwähnt. Die Stiftung aber ist schon älter. 1467 Zustiftung der bayerischen Herzöge mit Vorbehalt des Verleihungsrechtes. Ursache vielleicht wie bei den meisten Salvatorkapellen ein Hostienfrevel.

1438
Um diese Zeit wird die Sebastiansbruderschaft, die älteste und mitgliederstärkste Gemeinschaft Dietfurts, errichtet. Urkundlich wird sie erst 1474 genannt.

1443
Die Stadt Dietfurt erhält das eigene Stadtgericht.

1444
beginnt auf genaue Anordnung von Herzog Albrecht zu München der Bau der Stadtbefestigung. Heute stehen noch einige Mauerreste und sechs Türme.
Erhaltene Türme:
 Goggerturm (Bürgerlicher Strafturm, Gänseturm),
 Vogelfängerturm (Schallturm),
 Hollerturm (Folterturm),
 Bettelvogtturm (Kargturm),
 Zinkturm (Pulverturm),
 Schauerturm (Modlturm).
Abgebrochene Türme:
 Hebammenturm,
 Flurerturm,
 Hungerturm,
 Meierturm.

1454
Baubeginn der Marienkirche in der unteren Vorstadt (Frauenkirche), durch die Herren von Wildenstein.

1454, 5. Mai
In einem Stiftungsbrief wird erstmals ein Krankenhaus in Dietfurt erwähnt, "das Siechhaus gen Mühlbach". Das Haus diente bis in unser Jahrhundert als Krankenhaus und wurde anschließend zum Armenhaus.

1474
Erstmals wird eine Schule mit einem Lehrer in Dietfurt erwähnt im Zusammenhang mit der Jahrtagsstiftung Krieger.

1479
Um dieses Jahr wurde das Rathaus im Zentrum der Stadt erbaut. Das ergab die dendrochronologische Untersuchung der Balken bei der Renovierung 1970/71.


Franz Kerschensteiner, Dietfurt

Die zwei Schlösser von Ottmaring

 

Beim Bau des Main-Donau-Kanals konnten 1983 in Ottmaring die Reste eines Schlosses mit Wassergraben entdeckt werden. Urkunden belegen nur einen Teil seiner Baugeschichte.

Die Ausgrabungen erschlossen zusätzlich die nur zum Teil überlieferte Entwicklung dieses Dienstmannensitzes, die schon im 13. Jahrhundert begann.

Schriftliche Quellen erwähnen 1340 Liebhard von Ottmaring als Landrichter der Grafschaft Hirschberg.

Um 1496 wurde Ottmaring Sitz eines Dienstmannes des Stiftes Eichstätt.

Das im 16. bis 17. Jahrhundert mehrfach umgebaute Schloss blieb bis Mitte des 18. Jahrhunderts im Besitz des Bistums Eichstätt und verfiel allmählich.

Um 1840 baute man an dieser Stelle ein Bauernhaus.

 

  Aus der Geschichte der Töginger Herrschaft

 

  Die Wallfahrtskirche zu den "Drei Elenden Heiligen" 

 

Eine spätmittelalterliche Siedlung

 

Das älteste Dietfurter Gotteshaus

 

Eine Kapelle aus dem Mittelalter

 

 
     
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