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  Die Dietfurter Siedlung  
     
 

Funde aus der Frühlatènezeit

 

Gegenüber dem hallstattzeitlichen Siedlungsplatz war das Dorf um die Dietfurter Schleuse während der Latènezeit nach Westen verschoben und lag mit seinem Zentrum am Ortsrand von Töging. Neben den entsprechenden Gruben und Pfostenlöchern brachten die Ausgräber auch Keramik zutage. Reste eines Töpferofens und Abfallgruben mit Fehlbränden belegen die Keramikherstellung in der Siedlung.

 

 

Keramik der frühen Latènezeit aus der Siedlung um die Dietfurter Schleuse

 

Zeichnung n. M. Hoppe, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege. In: Bernd Engelhardt, Ausgrabungen am Main-Donau-Kanal / Archäologie im Herzen Bayerns (München 1987)

 

Neuartig sind die auf der schnell rotierenden Drehscheibe gefertigten Gefäße. Gebrauchskeramik wie Töpfe mit plastischen Leisten wurde noch in der traditionellen Aufbautechnik aus übereinander liegenden Tonwülsten hergestellt.

Die Keramik aus der Grubenhütte, der Arbeitsstätte eines Töpfers, zeichnet sich durch eine reiche Graphitierung aus. Graphitbeimengung machte die Gefäße feuerfest. Den seltenen Rohstoff importierte man aus dem Passauer Gebiet.

 

 

Die Kelten beherrschten die Glasherstellung, wie die typischen Glasperlen mit weißen und blauen Auflegen zeigen.

Bronzefibeln gehörten zur Trachtausstattung in der Art heutiger Sicherheitsnadeln.

 

 

 

 

In dieser Zeitperiode endet die 1200 jährige, in der älteren Bronzezeit begonnene Geschichte der Dietfurter Siedlung.

 
     
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