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  Der Ringwall  
     
 

Eine vorgeschichtliche Höhenbefestigung auf dem Wolfsberg

 

Der 140 m hohe Wolfsberg ist ein weithin sichtbarer Inselberg über dem Altmühl- und dem Mühlbachtal. Seine allseitigen Steilhänge bilden einen natürlichen Schutz. Auf der Hangkante des einen Kilometer langen und bis zu 350 m breiten Plateaus sitzt ein 2,5 km langer Wall auf, welcher der kleinräumig wechselnden Reliefoberfläche angeglichen ist.

Die Steine für den Bau dieser mächtigen Höhenbefestigung wurden auf der Innenseite des Walls gebrochen, worauf noch heute eine flache Mulde im Gelände hinweist. Auf der Südseite des Wolfsberges ist der Zugang zum Höhenrücken flach und erforderte deshalb besonderen Schutz. Hier ist die Befestigung sehr gut erhalten und erreicht auf der Wallinnenseite eine Höhe von 2 m. Auf der Nordseite endet der Wall in einer hohen Felsenburg.

Die ringförmige Wallanlage wird in Ost-West-Richtung noch durch einen Querwall in eine Ober- und eine Unterburg geteilt. Dieser Wallriegel ist an seiner Basis 4 m hoch und erreicht eine Höhe von 1,30 m. Während er im Westen rechtwinklig auf den Ringwall trifft, biegt er im Osten ein und bildet so ein Zangentor, was früher den Zugang darstellte. Im Gelände lassen sich im Verlauf der Höhenbefestigung noch drei weitere solcher Zangentore nachweisen, die in vorgeschichtlicher Zeit als Zugang in das befestigte Gebiet dienten.

 

 

Plan des Ringwalls auf dem Wolfsberg

Nach I. Burger-Segl, Archäologische Wanderungen (Treuchtlingen 1992) S. 77

 

Da am Wolfsberg noch keine archäologischen Grabungen stattgefunden haben, sind Alter und Zweck der Befestigungsanlage noch nicht zweifelsfrei geklärt. Sie könnte aus keltischer Zeit stammen, was zumindest einige Lesefunde und die Torsituation vom Plateau untermauern.

 

 

Zusammengefasst aus: Michael M. Rind, Ruth Sandner; Archäologiepark Altmühltal - Ein Reiseführer in die Vorzeit (Regensburg 2008) S. 141-143

 

 

 

 

Links im Bild der Wolfsberg bei Dietfurt a. d. Altmühl

 

 

Blick von der Einsiedlerhöhe auf die Südseite des Wolfsberges

 
     
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