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  St. Bartlmä  
     
 

Kirche St. Bartholomäus - Das älteste Dietfurter Gotteshaus

 

Das Kirchlein liegt malerisch unter einer Baumgruppe im Tal der Breitenbrunner Laber und ist das älteste Gotteshaus der Pfarrei Dietfurt. Zu erreichen auf der Staatsstraße von Dietfurt nach Breitenbrunn.

Die Kirche gehört erst seit 1967 zur Pfarrei Dietfurt. Vorher war sie Filiale von Eutenhofen. Bischof Dr. Joseph Schröffer übertrug 1967 die Seelsorge in Bartlmä den Pfarrern von Dietfurt.

Der Ursprung des Gotteshauses liegt im hohen Mittelalter. So sind die unteren Mauerpartien noch rein romanisch; auf der Südseite ist das rundbogig geschlossene Gewände der romanischen Schartenfenster noch erhalten. Eingezogener quadratischer Chor; Langhaus flach gedeckt. Im Chor späteres, nicht romanisches Kreuzgewölbe. Drei einfache Altäre: St: Bartholomäus, St. Hubertus, St. Georg.

Vermutlich wurde die Kirche von den Herren zu Wildenstein, die unter den Brüdern Dietrich I. und Heinrich II. um 1270 ihre höchste mittelalterliche Machtentfaltung erlebten, als Jagdkapelle zu Füßen ihrer Stammburg errichtet. Die beiden Brüder bekleideten damals die höchsten Ämter in Nieder- bzw. Oberbayern. Das Geschlecht der Wildensteiner stand hoch in der Gunst der Wittelsbacher Herzöge. Eine Reihe von Dörfern und Burgen waren ihr Eigentum. Allein in unserer Umgebung verdanken drei Kirchen den Wildensteinern ihre Entstehung: St. Bartlmä, St. Sebastian in Breitenbrunn und die Dietfurter Marienkirche.

 

 

Malerisch liegt die Kapelle St. Bartlmä unter einer Baumgruppe im Tal der Breitenbrunner Laber. Ihr Ursprung geht weit ins Mittelalter zurück. Sie wurde als Jagdkapelle der Herren von Wildenstein erbaut.

 

Im Dreißigjährigen Krieg zerstörten die Schweden St. Bartlmä bis auf die Außenmauern, wie uns der Berchinger Dekan Mauck 1688 in einem Visitationsbericht überlieferte. Weiter schreibt er, dass die Kapelle bis vor kurzem (vor 1688) von den Baronen von Wildenstein „ganz ordnungsgemäß repariert und wie neu wieder hergestellt wurde“.

 

Von einem tragischen Ereignis berichtet ein kleines Votivbild aus dem Jahr 1886. Am Heiligen Abend dieses Jahres brannte das an die Kirche angebaute Wohnhaus in den frühen Morgenstunden nieder. Drei Kinder im Alter von zwei, vier und sechs Jahren kamen in den Flammen um.

 

Anfang der achtziger Jahre wurde das Kirchlein innen und außen neu hergerichtet.

 

 

Zusammengefasst aus: Dietfurt an der Altmühl; Schnell, Kunstführer Nr. 1211, Herausgeber Dr. Hugo Schnell und Dr. Paul Mai, 1. Auflage (München 1980) S. 12

 sowie Artikel von Franz Kerschensteiner,

veröffentlicht im Donau-Kurier am 23.08.1980

 

 

 

St. Bartlmä von Haahöf aus

 
     
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