Workshop mit Pfadfindern
Leben wie die Kelten, das probierte eine gemischte Pfadfindergruppe aus Würzburg an Pfingsten auf dem Gelände und im bronzezeitlichen Langhaus der Alcmona aus. Leiterin und "Mutter" der Truppe, Patricia Doberschütz, schön keltisch gewandet, hatte für ihre Schützlinge im Alter von zwölf bis 20 Jahren allerhand vorbereitet. "Feuer und Flamme" war das Thema. Juliane Schwartz vom Römer und Bajuwaren Museum Kipfenberg zeigte den jungen Leuten, wie man trockenen Zunder mit Funken von Pyrit oder Feuerstein zum Glimmen und Entzünden bringt. Danach formten alle aus Ton eine Schale mit einer kleinen Kugel, durch die ein Docht aus Leinen geschoben wurde. Solche Talglichter waren nachweislich bereits vor vielen tausend Jahren in Gebrauch. Köstliche Düfte erfüllten schließlich das Langhaus. Aus morgenländischen Substanzen wie Weihrauch, Mastix, Styrax und Myrrhe stellten die Jugendlichen ihr eigenes Räucherwerk her. Sie zerdrückten und rieben die Materialien mit dem Stößel in einem Mörser und gaben noch Rosinen hinein. Zuletzt formten sie eine kleine Kugel, die dann auf glühenden Kohlen räucherte und herrliche Düfte verströmte. Am Abend fand eine Probe für eine Feuershow statt mit Musik und Choreografie. Nach der zweiten Nacht brach die Truppe wieder auf und marschierte zum Lagerplatz auf dem Bucher Berg bei Breitenbrunn. Dort wird dann die Show mit Feuer und Flamme aufgeführt.

Juliane Schwartz führt mit Mythen und Legenden ins Thema ein

Funken schlagen aus Pyrit will geübt sein

Wer bringt als erster den Funken auf den Zunder?

Die hübsche Leiterin der Pfadfindertruppe, Patricia Doberschütz

Tonklumpen werden zu Schalen für Talglampen

Exotische Harze werden für Räucherwerk zerrieben

Und schließlich kann süßer Rauch genossen werden.
|