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  LUGNASADH  
     
 

Unser Fest zum Höhepunkt des Jahres

Eine interessante Reise durch verschiedene Zeitepochen erlebten die zahlreichen Besucher beim Lugnasadh-Fest der Alcmona Dietfurt. Karlheinz Hinz, der als Schmied eher mit schwerem Hammer glühendes Eisen bearbeitet, hatte nur steinzeitliches Werkzeug und Materialien dabei. Feuersteinklingen, Stücke vom Hirschgeweih, Knochenleich, Bastschnüre, Holzstöcke, mehr brauchte der Mann der Steinzeit nicht, um z. B. eine Speerschleuder herzustellen. Am Ende eines armlangen Stocks befestigte er einen Widerhaken aus Horn und ums andere Ende flocht er aus Bast einen Griff. Mit dieser Schleuder verlängerten die Jäger sozusagen ihren Arm und warfen den Speer viel weiter. Geschrei und Jubel wird ausgebrochen sein, wenn in der Bronzezeit der fahrende Händler in eine Siedlung kam. Da gab es etwas aus anderen Gegenden zu sehen, zu riechen und zu schmecken. Kurt Scheuerer machte die Besucher neugierig mit besonderen Gewürzen, schönen Steinen, dicken Bohnen und Linsen oder Stoffen aus Filz. In bronzezeitlicher Tracht saß der "Händler" vor einem Zelt, hatte seine Waren auf einem Tisch und Hocker, wie sie in der Bronzezeit üblich waren, und auf einem Handkarren ausgebreitet. Ausführlich stellte der Experte seine Person, die Tätigkeit und die Waren vor und beeindruckte die Besucher. Ganz schön heiß ging es beim Bronzeguss her. Unglaublich, mit welch einfachen Mitteln Christian Frey ein Beil goss. In einen kleinen Lehmhügel kam Holzkohle, wurde entzündet und erwärmte ein Tongefäß. Dann stellte der "Fibelschmied" die Form her und legte einen Fließkanal und einen Weg für die Abluft. Regelmäßiges Drücken und Ziehen der zwei ledernen Blasebälge erhitzte Kohlen und Gefäß so stark, dass Zinn und Kupfer schmolz und sich vermischte. Die Legierung floss in die Form, der Fachmann öffnete sie, holte den Guss heraus, schreckte ihn ab und klar war das Beil zu erkennen. Jetzt muss es nachbearbeitet und die Klinge geschmiedet werden. Zwischen den einzelnen Aktionen erklang immer wieder keltische Musik. Thomas Gampfer zupfte auf seiner achtsaitigen Leier schöne Melodien und Klänge. In einem Fürstengrab entdeckten Archäologen die Reste eines Instruments, fertigten eine Vorlage an und danach baut Gampfer seine Instrumente. Soviel Geschichte machte Hunger und den stillten Andreas Haußner und sein Team mit keltischer Gulaschsuppe, Steaks mit Gierschaufstrich und kräftigem Brot. Zwei Bajuwaren, er barfuß, sie in Lederschuhen, waren zu Fuß von Paulushofen aus hermarschiert und stellten die Zeit nach den Römern dar. Rolf Wolf schipperte unermüdlich Kinder und Erwachsene im Einbaum auf dem Ludwigskanal, am Lagerfeuer buken viele ein Stockbrot, andere schabten auf den Schnitzböcken mit den Ziehmessern ein Brettchen glatt oder knüpften bunte Freundschaftsbänder. Bei Kuchen, Kaffee und weiteren Getränken aus der Jetzt-Zeit konnte jeder das Lugnasadh- oder Erntefest der Alcmona am bronzezeitlichen Langhaus genießen.

       

       

 

  

 
     
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