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Metall statt Stein - die Bronzezeit
Am Ende der Jungsteinzeit nutzte man bereits Kupfer als neuen Werkstoff. Zu Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr. vollzog sich der Übergang zur Bronzezeit.
Seit etwa 1.800 v. Chr. setzten die Handwerker dem Kupfermetall Zinn zu, woraus die Legierung Bronze entstand. Daraus ließen sich in vielfältigen Gusstechniken Schmuck, Waffen und Arbeitsgeräte herstellen. Die Grundmetalle Kupfer und Zinn wurden aus den Abbaurevieren im Alpenraum eingeführt. Der Handel und das Bronzehandwerk veränderten die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse der Urgesellschaft.
Ab ca. 1.600 v. Chr. begann die mittlere Bronzezeit. Charakteristisch war die Bestattung in Grabhügeln, die sich vor allem in geschützten Lagen erhalten haben und zum Teil noch als flache Erhebungen erkennbar sind.
Beim Hausbau entwickelt sich ein einfaches Bauprinzip als Standardtyp, das dann bis zur Römerzeit immer wieder auftritt. In den Boden eingegrabene Dreierpfostenreihen, die sich aus jeweils zwei Wand- und einem Firstpfosten zusammensetzen, bilden das tragende Element. Die Wände bestehen aus mit Lehm beworfenem Flechtwerk, dessen Abdrücke sich häufig in durch Brand verziegelten Lehmbrocken finden.

Pfostenlöcher und Rekonstruktionsversuch des mittelbronzezeitlichen Hauses der Ausgrabung Rabenhof
Zeichnung N. Zargar, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege. In: Bernd Engelhardt, Ausgrabungen am Main-Donau-Kanal / Archäologie im Herzen Bayerns (München 1987)
In der Keramik dominieren S-förmige Gefäßprofile mit teilweise scharfem Bauchknick; charakteristisch sind besonders Tassen mit schulterständigem Henkel.
Der eigentümliche Begriff Steckdosen charakterisiert Gefäße, die sich in Form, Verzierung und Größe als eigene Keramikgruppe abheben. Sie bestehen aus einem schalenförmigen Oberteil und einem Standring oder Hohlfuß.

Daßwang. Keramikgefäße (2-4) und Tonkugel (1) aus dem bronzezeitlichen Grab. - M. 1:2
Zeichnung K.-P. Gebele, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Regensburg. Aus: Joachim Zuber, Ein Grabfund der mittleren Bronzezeit aus Daßwang, Abb. 1. In: Beiträge zur Archäologie in der Oberpfalz und in Regensburg Band 5 (Büchenbach 2002) S. 75

Tiefbrunn, Gde. Mintraching, Lkr. Regensburg. Gesamtansicht der Steckdose
Foto aus Christoph Neudert, Alte und neue "Steckdosen" der späten Frühbronzezeit aus der Oberpfalz, Abb. 3. In: Beiträge zur Archäologie in der Oberpfalz und in Regensburg Band 5 (Büchenbach 2002) S. 66

Steckdose von Tiefbrunn, Gde. Mintraching, Lkr. Regensburg, mit Abrollung der Verzierung. - M. 1:2
Zeichnung A. Zwicker-Boos M.A. aus Christoph Neudert, Alte und neue "Steckdosen" der späten Frühbronzezeit aus der Oberpfalz, Abb. 2. In: Beiträge zur Archäologie in der Oberpfalz und in Regensburg Band 5 (Büchenbach 2002) S. 65
allgemeine Informationen:
- Bronzezeit
- Himmelsscheibe von Nebra
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