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Kelten an der Altmühl - Handwerker und Eisenschmiede
Der Übergang von der Hallstatt- zur Laténezeit verlief trotz zahlreicher Neuerungen wie der Einführung der Töpferscheibe und eines eigenen Kunststiles ohne markante Veränderungen. Viele Siedlungen der Hallstattzeit blieben bewohnt, und man bestattete weiterhin in den Grabhügeln der alten Friedhöfe.
Die Eisengewinnung und -verarbeitung bildete die wirtschaftliche Grundlage und erlebte einen großen Aufschwung.
Das aus antiken Berichten namentlich bekannte Volk der Kelten beherrschte Mitteleuropa. Ihre Kontakte zu den Hochkulturen am Mittelmeer belebten die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung.
Um 400 v. Chr. brach diese Phase ab. Es begann die Zeit der großen Wanderungen nach Süden. Zahlreiche Dörfer wurden verlassen, und die Grabsitten änderten sich. Man legte neue Friedhöfe mit Flachgräbern an.
Ihren Höhepunkt erreichte die keltische Kultur im 2. Jahrhundert v. Chr.. Ein eigenes Münzwesen bestand, und es wurden die Oppida gegründet, - zentrale, stadtähnliche Wirtschaftsorte und Adelssitze mit mächtigen Mauern. Das Oppidum Alkimoennis bei Kelheim war eine solche Anlage.
Die keltische Kultur fand um die Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. ihr Ende, als aus dem Norden und Osten kommende Germanen die spätkeltischen Siedlungen bedrängten.
Von Westen und Süden dehnte sich das Römische Reich aus. Das Alpenvorland gehörte ab 15 v. Chr. dem Imperium Romanum an.
Regional blieben keltische Traditionen erhalten. Einige Orts- und Flussnamen wie Altmühl, Sulz oder Laber gehen auf keltische Wurzeln zurück.
allgemeine Informationen:
- Die Kelten
- Latènezeit

Bronzegegossene Maskenfibel aus einem Männergrab bei Parsberg
W. Menghin, Kelten, Römer und Germanen. Archäologie und Geschichte in Deutschland (München 1980) Taf. 18
Frühlatènezeitliche Schichtaugenperlen aus farbigem Glas
M. Schussmann, Die Kelten in Bayern (Treuchtlingen 1993) S. 17 oben

Kleine Bronzefigürchen der mittleren Latènezeit: links so genannter Stier von Weltenburg, rechts so genannter Widder von Sempt
Bauern in Bayern - Von den Anfängen bis zur Römerzeit. Katalog Gäubodenmuseum Straubing 19 (Straubing 1992) Taf. 11
Frühlatènezeitlicher Rinderpaaranhänger aus dem Gräberfeld von Landersdorf, Lkr. Roth
Vor- und Frühgeschichtliches Museum Thalmässing. Museumsführer (Hilpoltstein o. J.) S. 1

Goldmünzschatz von Großbissendorf, Lkr. Neumarkt i. d. OPf. (2. Jh. v. Chr.)
Postkarte Prähistorische Staatssammlung München

Schatzfund keltischer Silbermünzen des 1. Jh. v. Chr. aus Neuses, Lkr. Forchheim
B.-U. Abels u. a., Oberfranken in vor- und frühgeschichtlicher Zeit (2. Aufl. Bamberg 1996) S. 153 unten

Zeichnerische Rekonstruktionen verschiedener latènezeitlicher Gebäudetypen
Zusammengestellt aus: H. Lorenz, Rundgang durch eine keltische Stadt (Pfaffenhofen 1986) Abb. 11; 12. - Das Archäologische Jahr in Bayern 1981, Abb. 15. - G. Wieland (Hrsg.), Keltische Viereckschanzen: einem Rätsel auf der Spur (Stuttgart 1999) Abb. 9
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