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Die Kanalbauten im Altmühltal

 

Bereits Jahrhunderte vor dem Großbauprojekt des Main-Donau-Kanals sollten die großen Flusssysteme miteinander verbunden werden.

 

Der Kanal Karls des Großen

 

Dort wo die Flusssysteme von Main und Donau nur 2 km entfernt voneinander verlaufen, ließ Karl der Große bei Treuchtlingen an der niedrigsten Stelle der Wasserscheide zwischen der Altmühl und der schwäbischen Rezat im Sommer 793 etwa 6000 Schanzarbeiter zum Ausheben eines Kanals einsetzen.

Politische und technische Probleme zwangen schon im Winter zum Abbruch der Arbeiten.

Noch heute ist der so genannte Karlsgraben (lat.: fossa Carolina) teilweise wassergefüllt im Gelände sichtbar und gehört zu den bedeutendsten geschützten Bodendenkmälern Mittelfrankens.

Daten: Länge 1.230 m, Breite ca. 30 m, ursprüngliche Grabentiefe 8 m, Wallhöhe bis 6,5 m.

 

                       

 

Fossa Carolina beim Dorf Graben

Foto M. M. Rind

 

Der Ludwig-Donau-Main-Kanal

 

oder   Der alte Kanal

 

(Dieser Link führt Sie zur Homepage von Hans Grüner)

 

Unter dem bayerischen König Ludwig I. nahm man von 1836 bis 1846 das beschwerliche Projekt einer Verbindung zwischen Rhein und Schwarzem Meer wieder auf.

Zwischen Kelheim und Dietfurt mussten auf 35 km Länge insgesamt 13 Schleusen gebaut werden. Ab Dietfurt verlief der Kanal durch das Ottmaringer Trockental, ab Beilngries durch das Sulztal nach Nürnberg/Erlangen und danach entlang der Regnitz bis Bamberg.

Auf 178 km wurden 100 Schleusen gebaut.

Nur für kurze Zeit war der Kanal wirtschaftlich erfolgreich.

Dieses großartige Denkmal früher Industriekultur des 19. Jahrhunderts ist heute nur noch streckenweise erhalten.

Daten: Länge 178 km, Breite ca. 15,8 m, Wassertiefe 1,5 m, Höhenunterschied 183 m, Durchfahrt für Schiffe mit 120 Tonnen Ladegewicht.

 

                       

 

 

Der Main-Donau-Kanal

 

oder   Der neue Kanal

 

(Dieser Link führt Sie zur Homepage von Hans Grüner)

 

Gegenüber seinem Vorgänger bestimmt der neue Kanal das Landschaftsbild im unteren Altmühltal wesentlich deutlicher. Die Trasse folgt dem Verlauf des Ludwig-Kanals bis in das Sulztal und führt ab Hilpoltstein durch das Rednitz- und Regnitztal.

Daten: Länge 170 km, Wasserspiegelbreite 55 m, Wassertiefe 4m, Höhenunterschied 90 m, Durchfahrt für Schiffe mit 15.000 Tonnen Ladegewicht, Bauzeit 1959 bis 1992.

 

 

 

allgemeine Informationen:

 

- Neuzeit - Wikipedia

 

 
     
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